OK-Jolle G 49

1973-1977


Am Hafen von Laboe


OK-Jolle G 49:
Baujahr ???
Länge 4,00 m
Breite 1,42 m
Segelfläche 8,30 qm
Gekauft Sommer 1973
Verkauft 1977 (?)
Eigner
1973-1977

Norbert Z.





Berschreibung der OK-Jolle in "Das Boot für dich":

OK-JoIIe

Die dänische OK-Jolle wurde geschaffen, um jungen, etwa fünfzehnjährigen Seglern, die weder die Erfahrung noch die Mittel für eine der internationalen Jollen wie Pirat, Snipe, Finn-Dinghy oder Flying Dutchman haben, ein zwar billiges, aber schnelles und rennfähiges Boot zur Verfügung zu stellen, in dem sie Rennsegeln trainieren können. Mitgespielt haben wird aber auch die Tatsache, daß Dänemarks erfolgreichster Segler, der viermalige olympische Goldmedaillen-Gewinner Paul Elvstrøm, der bei der Entwicklung der OK-Jolle Pate gestanden hat, die Notwendigkeit erkannte, eine billige Einmann-Rennjolle zu schaffen. Der Pirat und die Snipe sind nicht ausgesprochen kostspielig, aber es sind Zweimannjollen, in denen ein junger Segler, der mit Erfolg eines Tages im Finn-Dinghy segeln möchte, nicht das lernt, was er braucht. Diese Lücke füllt nun die OK-Jolle aus, die dem Seglernachwuchs die Möglichkeit gibt, sich auf das Einmann-Rennsegeln im Finn zu trainieren. Um das Boot möglichst billig zu machen und den Selbstbau mit Hilfe eines Bootsbaukastens mit vorgefertigten Teilen zu ermöglichen, wurde die Knickspantbauweise aus Sperrholz gewählt. Den Entwurf eines besonderen Segels sparte man sich und bestimmte als Besegelung das 8,30 m2 große Piratensegel, und zwar in der Hoffnung, daß ein junger Segler, der nicht viel Geld hat, vielleicht ein gebrauchtes Piraten-Großsegel billig erwerben könnte. Allerdings entspricht die Segeleinrichtung im übrigen der des Finn-Dinghy. Der Mast steht ohne Wanten frei im Boot und ist drehbar. Der Großbaum wird wie beim Finn-Dinghy in den Mast hineingesteckt, so daß er fest mit dem Mast verbunden ist. Auch die Großschotführung mit der quer in der Plicht angebrachten Stange, auf der der Großschotfußblock hin und her rutschen kann, entspricht der des Finn. Das Schwert ist ein Klappschwert, das Ruderblatt ist nicht hochholbar. In der Plicht sind Gurte zum Einhaken der Füße beim Herauslegen angebracht. Das ganze Vorschiff und ebenso das Achterschiff ist vollständig abgeschottet, so daß das vollgelaufene gekenterte Boot schwimmt und den Segler trägt. Dadurch, daß der Sitzraum nur klein ist, kann beim harten Segeln kein Wasser hineinlaufen. Das recht schnelle, wendige, für rauhes Wasser und für Binnengewässer geeignete Boot ist außer in Dänemark vor allem in England und Frankreich verbreitet.

OK-Jolle. Dänische Jugend-Einheitsjolle. KonstrukteurAxel Damgard, Dänemark. Länge über Alles 4 m, Wasserlinien-länge 3,41 m, Breite 1,42 m, Tiefgang ohne Schwert 0,155 m, Tiefgang mit Schwert 0,855 m, Segelflädie (Piraten.Grollsegel) 8,30 m, Rumpfgewicht 85 kg, Gewicht des segelfertigen Boo-tes 160 kg, Rennbesatzung 1 Mann, Segelzeichen: breiter pfeilartiger Balken. Für Autodach- und Anhängertransport geeignet, im Ausland auch als Bootsbaukasten erhältlich. Preis segelfertig 1800 DM.








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